Traum und Realität - Wege nach dem Abitur


Der Jahrestreff des Freundeskreises hat schon eine längere Tradition, wie der Moderator des Abends, Michael Greten, einleitend sagte und auch die musikalische Umrahmung durch die Irish Folk AG von Joachim Merz war gewohnt schwungvoll und fetzig. Wie jedes Jahr war es der Vorsitzenden des Freundeskreises, Angelika Thiele. gelungen, ehemalige Abiturienten des JKG mit interessanten Werdegängen zum Vortrag zu gewinnen.

 Jahrestreff 2011Den Reigen eröffnete witzig und unterhaltsam Urs Spörri (Abitur 2002), der zunächst nach Praktika bei der BNN und einem Studium der Publizistik und Filmwissenschaft in Mainz "nur" Journalist werden wollte, es dann aber spannender fand, nicht nur reproduktiv, sondern kreativ als Filmemacher von Dokumentarfilmen tätig zu sein. Inzwischen ist er Moderator und Leiter des Filmfestivals "Filmz" in Mainz und Mitglied in der Jury der deutschen Filmbewertung. Darüber hinaus ist er Berichterstatter von der Berlinale - beeindruckende Bilder von Promis auf dem roten Teppich zeugen davon- daher sein Vortragstitel"Wo bitte geht's nach Hollywood?" Er ist daher überzeugt, sein Abimotto" Träume nicht dein Leben - Lebe deinen Traum" verwirklicht zu haben.


Etwas nachdenklicher stellte sich Bastian Gretenkord(Abitur 2003) dar, der in Schwäbisch Hall Mediendesign studierte, ein Auslandssemester in den USA verbrachte und schließlich noch den Master in Kommunikationsdesign machte. Er wies auf den großen Erfolgsdruck und die große Konkurrenz im Medienbereich hin, in dem er nun seinen Weg als freier Grafiker zwischen Selbst- und Fremdbestimmung zu finden versucht, daher sein Titel:"Muss ich heute wieder machen , was ich will?" Sehr erfolgreich war er jedenfalls bei seiner Kooperation mit seiner früheren Kunstlehrerin Katharina Beckmann. Er betreute eine Projektarbeit zweier Kunstkurse in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Bruchsal und als Ergebnis wurde ein toller Fotokalender präsentiert.


Christine Lauber(Abitur 1995) studierte BWL in Ludwigshafen und Bonn, verbrachte ein Auslandssemster in Schweden, nahm sich eine Auszeit als Skilehrerin und machte als Marketingexpertin Öffentlichkeitsarbeit für einen Hersteller von Schichtstoffplatten in Stuttgart - nicht besonders "sexy", wie sie meinte. Wesentlich spannender war dann ihre PR-Arbeit für Film- und Fernsehproduktionen , z.B von Forsthaus Falkenau, in München. Schließlich zog es sie wieder zurück in ihre Heimatstadt - daher ihr Titel -"Warum es in Bruchsal am schönsten ist"- und zu ihren BWL-Wurzeln und nun ist sie Leiterin der Schulungsakademie von Sulzer Pumpen in Bruchsal. Auch sie plädierte dafür, sich Träume zu erfüllen, aber den Traumjob gebe es nicht.


Sicher einen Traum erfüllt hat sich Bernhard Wetzel, als er gleich nach dem Abitur 2010 nach Wisconsin in die Wildnis aufbrach , um dort in einem Outdoorcamp ein Jahr zu verbringen und existenzielle, klimatische und gruppendynamische Herausforderungen bewältigte. Nach diesem Selbsterfahrungstrip fühlt er sich gut gewappnet für sein Studium der biologischen Diversität und Ökologie in Göttingen. Er veranschaulichte seinen Vortrag mit Bildern, wie alle anderen Vortragenden auch, und hatte selbst gefertigte Gegenstände zur Ansicht aus seinem Jahr im Camp mitgebracht.

Insgesamt wieder ein informativer und darüber hinaus unterhaltsamer Abend für alle Freunde der Schule, Schüler, Lehrer und Eltern.(Cornelia Blümle)

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