Bereits zum elften Jahrestreff konnte der neu gewählte Vorsitzende des Freundeskreises am JKG,Harald Eßwein,vier ehemalige Abiturienten der Schule sowie zahlreiche interessierte Zuhörer begrüßen. Die "Ehemaligen" referierten  über ihren Werdegang nach dem Abitur, der sehr unterschiedlich und höchst spannend verlaufen ist. Das Rahmenprogramm gestaltete die Big Band mit Christian Kowollik, die Technik-AG sorgte für Licht und Ton, die SMV für die Bewirtung und der Pensionär Michael Greten führte pointiert und informativ durch das Programm.

 Jahrestreff 2016Dominik Bauer begann nach seinem Abitur 2011 ein Maschinenbaustudium am KIT und konnte  nach dem Bachelor-Abschluss zu einem Forschungsaufenthalt in die USA an die Kentucky-University aufbrechen. Dort beschäftigte er sich mit  Forschungen an Hitzeschildern für die Raumkapseln des Orion-Programms der Nasa und zeigte dazu Tabellen, Fotos und Videos. Auch Sightseeing in den USA war angesagt und nun setzt er sein Masterstudium fort mit dem Schwerpunkt von Datenanalysen zu Emissionen und Strömungen.

Einen ganz anderen Weg beschritt René Kaufmann (Abitur 1998). Er studierte zunächst Ethnologie in Heidelberg,  ganz entgegen der gut gemeinten Ratschläge zu BWL oder Lehramt. Beim Praktikum in einem Markforschungsunternehmen blieb er dort als Projektleiter hängen und war als Berater von Firmen viel auf Reisen. Seine Lust auf Biertrinken brachte ihn dazu, selbst Bier zu brauen und dies auch in Kursen weiterzugeben. Nach einer weiteren Tätigkeit im Innovationsmanagement machte er sich selbstständig als Berater in diesem Bereich. Schließlich hatte er mit Freunden keine Schnapsidee, sondern den Einfall, eine Limonade zur Entspannung zu kreieren. Das Endprodukt ist das Getränk "Heldenpause", das professionell entwickelt und nun auf dem Markt promotet wird.

Vanessa Wormer, Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung, lieferte spannende Einblicke in die Welt des investigativen Jounalismus. Sie studierte nach dem Abitur 2007 Germanistik und Geschichte und ging dann auf die Journalistenschule nach München. Nach einer Tätigkeit bei einer Zeitung in Heilbronn wagte auch sie den Sprung über den großen Teich, um in New York an der Columbia University Datenjournalismus zu studieren. Nun arbeitet sie in München bei der Süddeutschen Zeitung, der anonym die Panama Papers zugespielt worden waren. Zur Sichtung dieser Datenfülle wurde zunächst ein Superrechner benötigt und die Redakteure bearbeiten in einem virtuellen Newsroom diese Daten, um meist prominente Steuersünder zu überführen.

Jens Arbogast zog es nach seinem Abitur 2010 erst mal in die weite Welt, um mit einer kirchlichen Organisation in Indonesien, Haiti und Mosambique an Schulen zu arbeiten. Dies hat seinen Blick auf andere Kulturen erweitert, sein Englisch verbessert, ließ ihn aber auch sein Hobby der Fotografie anwenden und vertiefen. In Deutschland wurde daraus schnell ein Broterwerb mit Hochzeitsfotos, Werbefotos für Unternehmen und dem nötigen Webdesign. Dann jedoch entschloss er sich zum Studium als Wirtschaftsingenieur am KIT, schreibt gerade seine Bachelorarbeit und muss sich danach wohl entscheiden zwischen Hobby und Beruf.(Cornelia Blümle)

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